Modifikationen am Lightboard

Wie schon berichtet, hatte der Prototyp meines Lightboards ein paar konstruktive Mängel…

Lightboard ELDFUAS

Daher habe ich es auseinander genommen, um nachzuschauen, wie groß der Aufwand für eine Überarbeitung wohl wäre. Wie vermutet war das LED-Band im unteren Rahmenteil wieder von der aufliegenden Glasplatte gequetscht worden.

LightboardLED_Anschlussdefekt02

Um die Macke zu reparieren und gleichzeitig die problematische Stelle zu schützen, verklebte ich den ganzen Anschluss mit einem dauerelastischen Heißkleber.  Dadurch ist das Anschlusskabel auch besser gegen Zug gesichert. Der Rahmen drückt es jetzt beim Zusammenbau fest an, während es vorher locker in der Nut saß.

LightboardLED_Anschlussmodifikation01

Im Abstand von ca. 15 cm setzte ich weitere Klebepunkte mit dem dauerelastischen Kleber auf das LED-Band, um das Glas darauf zu lagern.
Das ist zwar immer noch keine gute Lösung, aber immerhin erspart sie mir eine Neukonstruktion des Lightboards.

LightboardLED_LagerungGlas01

Den Rahmen stärkte ich etwas aus und auch das Ablagebrett erhielt durch drei Holzklötze etwas mehr Halt. Beide Maßnahmen erhöhten die Stabilität beträchtlich. Doch im oberen Teil des Glases wippte das Lightboard beim Schreiben immer noch etwas zu kräftig für meinen Geschmack.

LightboardStabilität03

Zunächst legte ich von der Basis über eine aufrechte Stütze eine Stabilisierung mit Rispenband. Das funktionierte recht gut, war aber zum einen hässlich und zum anderen hatte ich nur genug Band für eine Seite in der Bastelkiste. 🙁

LightboardStabilität01

Deshalb verwendete ich etwas Stahlseil mit Wantenspannern auf der Vorderseite. Das Stahlseil ist oben in der Stütze einfach durch Bohrungen geführt.

LightboardStabilität02

Die beiden Stahlseile erhöhen zusammen mit den Bremsen der Möbelrollen die Stabilität wesentlich!

Demnächst gibt es hier ein paar Probeaufnahmen. Leider ist das – gebrauchte – Glas ziemlich verschmutzt und braucht etwas liebevolle Zuwendung. Auch die räumlich Situation zu Haus macht die Dreharbeiten nicht so einfach, da ich einen gut zu beleuchtenden Hintergrund und umfangreiche Verdunklungen bauen muss. Naja, vielleicht gibt es die Probeaufnahmen auch erst in der etwas dunkleren Jahreszeit. Das macht die Verdunklungen einfacher… 😉

Ikea setzt auf Augmented Reality

Heise berichtet, dass Ikea in Zusammenarbeit mit Apple auf Augmented Reality für seine Online-Shops setzt. Dabei können Kunden ein Möbelstück auf dem Display ihres Mobilgerätes in den eigenen vier Wänden anschauen.

Einen kurzen Eindruck davon gibt ein Video auf der schwedischen Plattform digital.

Dieser Blogbeitrag erschien zuerst auf dem E-Learning-Blog der HS Flensburg.

Erfahrungen beim Bau eines Lightboards

Als mich bei meiner Arbeit an der Hochschule Flensburg Falk Scharnberg bat, eine gute Möglichkeit zu finden, Lernvideos für den Bereich Mathe zu produzieren, kam ich über etwas Recherche im Netz zu Videos mit Lightboards:

Diese Glastafeln sind mit LED-Bändern zur Beleuchtung versehen und werden mit fluoreszierenden Stiften beschrieben. Lehrende können Blickkontakt mit ihrem Publikum halten, während sie etwas erklären.

Aber müssen die dann nicht in Spiegelschrift schreiben?!
Nein, das müssen sie nicht, weil das Bild entweder über einen Spiegel gefilmt oder in der Nachbearbeitung elektronisch gespiegelt wird.

Nach ersten Versuchen mit einer Folie und einer Webcam war klar, dass ich so etwas gerne einmal erproben wollte.

Der Aufbau:

In meiner Werkstatt fanden sich dafür ein paar Dachlatten, etwas Leimholz, eine alte Glasscheibe, ein paar Möbelrollen und ein Schaltnetzteil aus einem alten Computer.  Was fehlte war etwas Aluminiumprofil und LED-Band.

Um die Konstruktion möglichst einfach zu halten, schlitzte ich in die aufrechten Rahmenteile mit der Tischkreissäge Nuten in der Breite der Glasplatte. Oben und unten sitzt die Glasplatte in zwei Aluminiumprofilen, die auf die horizontalen Rahmenteile geschraubt sind. Die Rahmenteile sind über Schlitz und Zapfen verbunden. Die Verbindungen sind nicht geleimt, sondern verschraubt, um den Austausch von Glas und LEDs möglich zu machen.

Montage des Lightboards I
Montage des Lightboards I

Das LED-Band ist in den Aluprofilen verklebt. Die Spannungsversorgung geht im unteren Rahmenteil durch die Nut an das LED-Band. Auf der gegenüberliegenden Seite des Rahmens ist am LED-Band Klingeldraht angelötet, der durch die Nut nach oben zum zweiten LED-Band geführt ist

Der Rahmen mit der Glascheibe wird von zwei Stützen gehalten, an denen Rollen befestigt sind.

Lightboard Montage 2
Lightboard Montage 2

Da ich gerne die Kollegen beim E-Learning-Tag #ELDFUAS2016 mit dem Prototyp des Lightboards verblüffen wollte, wurde auch bis in die Nacht gearbeitet…

Das hat geklappt. 😉

Lightboard ELDFUAS2016
Lightboard ELDFUAS2016

Die beiden Rahmen von Tafel und Gestell sind durch Holzschrauben verbunden, die in regelmäßigen Abständen gesetzt sind. Dadurch kann man den Rahmen mit dem Lightboard im Rastermaß der Schrauben im Gestell nach oben verschieben. Da die Scheibe einiges wiegt, macht man das aber nur ungern.

Im Gestell fertigte ich aus Leimholzplatten eine Ablage für Stifte und Notizzettel.

Erfahrungen:

Es war von Anfang an klar, dass die Konstruktion mit dem LED-Band in den Aluprofilen ein mechanischer und elektrischer Schwachpunkt des Lightboards ist. Und so ist es nicht verwunderlich, dass nach jedem Transport Wackelkontakte, Kurzschlüsse und/oder abgelöste Lötstellen zu beheben sind.

Die gehobelten Dachlatten waren vorhanden, sollten aber durch stabileres Rahmenholz oder Stahl ersetzt werden, um verwindungssteifer zu sein.

Obwohl bei allen Arbeiten immer eine Decke auf der Arbeitsfläche lag, hat Unaufmerksamkeit zu Kratzern in der Oberfläche geführt. Jeder noch so kleine Kratzer wird durch die Beleuchtung des Glases von innen sofort in Aufnahmen sichtbar. Das gilt auch für Verschmutzungen oder Schlieren auf dem Glas.

Eine Höhenverstellung des Lightboards ist schwierig zu realisieren. Da die zu filmenden Personen aber realistisch zwischen 1,50m und 2,05m groß sind, sollte eine Höhenverstellung vorgesehen werden. Auf jeden Fall sollte die Höhe so bemessen werden, dass das Lightboard durch Türrahmen und Fahrstühle passt.

Fazit:

  • Unbedingt die Glasplatte so im Rahmen lagern, dass das LED-Band spannungsfrei bleibt.
  • Wegen der Gefahr von Kratzern und Verschmutzungen kein Plexiglas als Scheibe verwenden.
  • Vor Aufnahmen die Tafel immer mit Glasreiniger und fusselfreien Tüchern penibel reinigen.
  • Eine hohe Masse und ein stabiler Rahmen schützen vor „schaukelnden“ Aufnahmen, bei denen durch das Schreiben auf der Tafel diese wegdrückt oder in Schwingungen gerät.
  • Eine Höhenverstellung ist sehr nützlich.
  • Maße von Türen auf regelmäßigen Transportwegen müssen berücksichtigt werden.

Verbesserte Version

In der Werkstatt der Hochschule Flensburg entstand mit den Erfahrungen des Prototyps eine Version mit dem Stahlrahmen einer alten Kreidetafel.

Lightboard HSFL

Die massive Scheibe ist hier mit Glashaltern gelagert. Eine Höhenverstellung gibt es leider nicht. Das LED-Band ist umlaufend ausgeführt und nicht wie beim Prototyp nur oben und unten. Die stabilere Ausführung hat sich in Videoaufnahmen bewährt. Das Werkstattteam hat ganze Arbeit geleistet!

Update: Blogchains für Zertifikate

Die virtuelle Währung Bitcoin basiert auf der Blockchain-Technology, um Transaktion abzusichern und zu verifizieren. Stephen Downes hat in einer Präsentation die Verknüpfung der Blockchain-Technology mit Badges als einen neuen Trend im Online-Lernen ausgemacht.

Damit könnten digitale Zertifikate (Badges) über die dezentrale Blockchain selbst dann noch verifiziert werden, wenn es die Herausgeber oder den ausstellenden Dienstleister der Badge nicht mehr gibt. Interessant!

Update: Dazu passt eine Meldung von Campus Technology, dass das MIT an quelloffener Software für „Blockchain-Based Credentials“ arbeitet, und ein weiterer Artikel mit ausführlicheren Erklärungen.

Dieser Blogbeitrag erschien zuerst auf dem E-Learning-Blog der HS Flensburg.

Chatbots als Lehrende?

Die Washington Post berichtet von einem Online-Kurs in dem die Assistentin Jill Watson, die die Online-Foren betreute,  ein Computerprogramm war – ohne dass alle Studierenden dieses bemerkt hätten.

Dieser Blogbeitrag erschien zuerst auf dem E-Learning-Blog der HS Flensburg.

LibreOffice auf der Owncloud als GoogleDocs Ersatz (?)

Manchmal kommt man gerade bei der länder- und hochschulenübergreifenden Zusammenarbeit kaum an GoogleDocs vorbei. Mit der ersten verfügbaren Version – des lange angekündigten – LibreOffice auf Owncloud-Basis, Collabora, könnte sich das ändern. Damit kann man auf eigenen Servern im Web eine Arbeitsumgebung mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware anbieten.

Derzeit ist die Software leider lediglich als Image einer virtuellen Maschine verfügbar. Spannend wird sicherlich, wenn die großen Linux-Distributionen entsprechende Paket aufnehmen. Hoffentlich schadet die aktuelle Entwicklung bei Owncloud nicht diesem interessanten Projekt.

Dieser Blogbeitrag erschien zuerst auf dem E-Learning-Blog der HS Flensburg.

Update: Digitalisierung der Lehre – Workshops J. Handke, Didaktiktag HS Wismar

Dank einer Einladung der Kollegen vom E-Learning-Team der HS Wismar durfte ich am 18.5. an zwei Workshops von Professor Jürgen Handke teilnehmen.

Herr Handke hat zahlreiche Preise für seine Lehre erhalten und ist einer der wesentlichen Vertreter des Konzepts des Inverted Classrooms in Deutschland.

Die beiden Workshops mit der vorangegangenen Keynote bildeten so etwas wie die Essenz der letzten zwei Bücher des Referenten (Patient Hochschullehre, Handbuch Hochschullehre Digital). Beide Bücher sind in der ELSE verfügbar (sobald ein Mitglied des Präsidiums das im letzten Jahr geliehene Handbuch Hochschullehre Digital zurück gibt).

Aufzeichnung der Keynote

In sechs Schritten die eigene Lehre digitalisieren

Im ersten Workshop erläuterte Herr Handke sein Konzept, in sechs einfachen Schritten mit der Digitalisierung der eigenen Lehre zu beginnen. Das gesamte Konzept beruht dabei darauf, die Wissensvermittlung teilweise aus der Präsenz in die Zeit vor der Veranstaltung zu verlagern. Die Präsenzzeit wird dann für vertiefende Übungen und Anwendung verwendet (Inverted Classroom).

  1. Welcher meiner Kurse hat ein hohes Potential für Standardisierung (d.h. enthält viele Inhalte, die sich bei jeder Durchführung wiederholen)?
  2. Welche Lerneinheit ist besonders von wiederholenden Elementen geprägt?
  3. Welche Inhalte dieser Lerneinheit sind besonders für die Digitalisierung (Video, Audio, Text) geeignet (Animationen, Grafiken, Simulationen, Experteninterviews)?
  4. Digitalisierung der Inhalte:
    1. Gibt es entsprechende Inhalte als OER (open educational resources) mit entsprechenden freien Lizenzen?
    2. Falls es keine OER gibt, werden entsprechende Ressourcen selbst erstellt.
  5. Bereitstellung der Inhalte auf Lernplattformen, YouTube oder anderen Kanälen.
  6. Nutzen der gewonnenen Zeit:
    1. Wie viel Zeit hat mir die Verlagerung der Wissensvermittlung aus dem Vorlesungsraum in das Vorfeld der Veranstaltung gebracht?
    2. Welche vertiefenden Übungen kann ich in dieser Zeit mit den Studierenden machen?

Die weiteren Tipps und Hinweise des Workshops würden den Rahmen dieses Blogeintrags sprengen. Bei Interesse melden Sie sich gerne bei mir (-1566) und/oder melden Sie sich zu unserem Einführungs-Workshop Inverted Classroom an.

Videoproduktion mit einfachen Mitteln

Der zweite Workshop widmete sich der eigenen Produktion von Videos mit den Werkzeugen Snagit und Camtasia. Die zahlreichen Beispiele für Funktionen der Programme und Kniffe zur Nutzung würden ebenfalls den Rahmen und die Form dieses Artikels sprengen. Vielleicht finden einige Eingang in eine mögliche Neuauflage unseres Workshops zu Screencasts. Bei Interesse stehe ich für Fragen gerne zur Verfügung (-1566).

Vielen Dank an Herrn Handke und die Kollegen in Wismar für den gelungenen Tag!

Weitere Information finden Sie auch auf den Seiten der Kollegen:  http://www.hs-wismar.de/was/aktuelles/veranstaltungen-termine/konferenzen-fachveranstaltungen/didaktiktag/

Dieser Blogbeitrag erschien zuerst auf dem E-Learning-Blog der HS Flensburg.