Englischunterricht online zum Kampfpreis von 30,-Euro/Stunde

Busuu.com bietet für 14.99€/h angeblich individuell auf den Lerner abgestimmten Englischunterricht in Videokonferenzen mit vorgeblich erfahrenen, muttersprachlichen Englischlehrern an.

Dreißig Euro pro Stunde wären für guten Sprachunterricht schon wenig für die Lehrenden, wenn diese sich selbst versichern und ernähren können sollen. Nach Abzug der Vermittlungskosten und technischen Bereitstellung durch Busuu kann da für die Lehrkräfte aber nichts übrig bleiben. Prekariat 2.0.

Analyse: Zukunft – amerikanischer – Hochschulen

Tim Laseter analysiert in einem Blogbeitrag auf dem Blog strategy+business, das der Strategieberatung Booz&Company gehört, die wirtschaftliche Zukunft der amerikanischen Universitäten und kommt zu dem Schluss, dass sie ein neues Geschäftsmodell bräuchten.

Die Finanzierung deutscher und amerikanischer Hochschulen ist nicht direkt zu vergleichen, trotzdem ist es interessant der Diskussion in den Vereinigten Staaten zu folgen. Denn sollten tatsächlich Internettechnologien zur Marktbereinigung im großen Stil in den USA führen, so wären langfristig die Folgen weltweit verfügbarer Abschlüsse von amerikanischen Eliteuniversitäten auch für deutsche Hochschulen spürbar.

In light of declining performance and growing costs, institutions of higher education must invest their precious resources more consciously.

…  they will need a clearer, more explicit rationale for what they deliver, beyond “We teach what our faculty think is important,” or they may not survive.

Quelle: Tim Laseter (2012). The University’s Dilemma. strategy+business. issue 69. (28.01.2013)

Geschäftsmodell von Coursera nimmt Form an

Das Blog Inside Higher Ed (ucation) berichtet in einem Artikel von Gebühren bei Coursera.

Nach diesem Bericht können Studierende durch Zahlung von Gebühren Zertifikate erlangen, die sowohl von Coursera als auch der Partneruniversität herausgegeben werden. Die Leistungen im Kurs werden allerdings nicht als Credits für Studiengänge anerkannt.

Außerdem nennt der Artikel Kosten für die Produktion der Inhalte.