Edx – die Kursplattform von u.a. MIT und Harvard – hat den Code zur eigenen Lernplattform unter der GNU Affero General Public License veröffentlicht und Entwickler zur Mitarbeit eingeladen.
Die Software basiert überwiegend auf Python und ist über GitHub verfügbar.
Unter den veröffentlichten Bibliotheken findet sich auch die Bibliothek der viel kritisierten Funktion zur automatischen Bewertung von eingereichten Texten.
Debbie Morrison hat auf ihrem Blog unter der Überschrift „Peer Grading: A Student Perspective in an Open and Online Course“ einen interessanten Artikelzur Bewertung Studierender durch Studierende veröffentlicht. Sie beschreibt darin ihre eigenen Erfahrungen mit Peer Grading in einem Coursera-Kurs. Der Ablauf ist anschaulich in Wort und Bild (Screenshots) dargestellt.
In Moodle könnte man den Prozess (Abgabe eines Artefakts, Bewertung durch andere Studierende nach einer Matrix aus Kriterien und Notenstufen) über die Funktionen „Rubriken“ und „Workshop“ abbilden. Aus Neugier die Frage an die Ilias-Nutzer: Gibt es in Ilias eine ähnliche Funktion? Wie würde man dort Peer-Benotung nach einer Bewertungsmatrix umsetzen? Geht das hart verdrahtet oder braucht es Workarounds?
In der DNH, einer Veröffentlichung des Hochschullehrerbundes, finden sich in der Ausgabe 4/2012 Artikel zu interaktivem Lehren und Lernen mit Moodle, Interaktivität in der Vorlesung (Clicker) als auch zu semi-virtuellen Seminaren.
Interessant sind besonders die Erfahrungen zum Umfang der notwendigen Betreuung von Online-Angeboten.
Moodalis ist – anscheinend – ein sehr mächtiges System zur Verwaltung von mehreren Moodle-Instanzen. Das eingebettete Video erklärt folgende Eigenschaften:
Lernprojektmanagement (Bildungsprogramm)
Kurszusammenstellungen (z.B. online+präsenz)
erzeugen von Kursen erzeugt automatisch leeren Kursraum in Moodle und Eintrag in Moodles Kursübersicht
Datenbankfelder sind frei konfigurierbar
Buchungsmanagement
Definition von Buchungsvoraussetzungen
Dateimanagement
Zertifikatsmanagement
automatische Erstellung von Zertifikaten bei bestimmten Leistungsgrenzen
Leider ist die Website des Herstellers nur recht sparsam mit Informationen zum Produkt und zu Lizenzkosten (10.000,- € ?!) bestückt.
Im Einsatz ist das System z.B. an der FH Lübeck bei Oncampus.de.
Die Moodle-Installation diente einer Fremdsprachenschule für Unternehmen überwiegend als Ergänzung von Präsenzseminaren. Neben dem Bereitstellen von zusätzlichen Materialien waren dies besonders Simulationen von Zertifikatsprüfungen und Selbsttest zur Kontrolle des eigenen Lernfortschritts. Aber auch die Evaluation aller Präsenzkurse wurde über Moodle-Feedback abgewickelt. Zudem mussten Lerner und Mitarbeiter vor Beginn eines Kurses oder einer Tätigkeit Einstufungstest bzw. Assessments auf der Plattform machen.
Ursprungssystem
Moodle 1.9 mit einigen hundert Nutzern
zusätzlich installierte Module/Fremdsoftware:
Feedback: freie Gestaltung von Evaluationsbögen, grafische Auswertung
Attendance: Verwaltung von Anwesenheitslisten
MLE: Interface für mobile Geräte, Vokabeltrainer
HotPotatoes für u.a. Kreuzworträtsel
Script in JavaScript für interaktive, grafische Gedächtnisspiele
getrennte Benutzergruppen: Zugriff durch Kunden auf Auswertungen des Feedback-Moduls; dazu wurde eine Lehrerrolle mit modifizierten Rechte abgeleitet
installationsweite Nutzung der Fragendatenbank für Tests; Rechtevergabe für Lehrer über abgeleitete Lehrerrolle mit modifizierten Rechten
Zielsystem
Moodle 2.0
Probleme bei der Migration
nicht mehr kompatible und auch nicht mehr für Moodle 2.x weiter entwickelte Module (bei Upgrade automatisch deaktiviert!):
MLE
Attendance
Rechteprobleme beim Dateizugriff:
Da fast alle Fragen auf System- und nicht Kursebene verwaltet wurden, fehlten bei allen Fragen die multimedialen Inhalte: multiple-choice Fragen zu Grafiken hatten kein passendes Bild mehr, Hörverständnisübungen keine Audiodatei…
Da bei Moodle 2.x die Dateien nicht mehr den Kursen zugeordnet sind, sondern kursübergreifend verwaltet werden, mussten einige hundert Fragen aufgerufen, überprüft und (meist) bearbeitet werden.
Rechteprobleme beim Datenzugriff:
Die abgeleiteten Rollen wurden teilweise überschrieben. Dadurch hätten bei ungeprüfter Freischaltung des Systems Kunden Zugriff auf Daten anderer Kunden gehabt.
Datenbank musste konvertiert werden, da der Standardzeichensatz für die Installation auf UTF-8 geändert wurde.
Lehren aus dieser Migration
Was gilt es beim Betrieb von Moodle zu vermeiden:
Erweiterungen um Module, die nicht zum gepflegten Kern von Moodle gehören. Die Moodle-Entwickler können Schnittstellen ändern. Wenn die externen Module dann nicht angepasst werden, bleibt nur die Deaktivierung. Diese wird bei Updates auch vom Installationsprogramm erzwungen.
Anpassung von Rollen an eigene Bedürfnisse – dieses hat auch nach Sicherheitsupdates und dergleichen stets zu Problemen geführt.
Etherpad ist eine quelloffene Software, die das gemeinsame Bearbeiten von Texten im Internet erlaubt.
Es können auf dem Server „Meilensteine“ gespeichert und wiederhergestellt werden. Außerdem gibt es Exportfunktionen in die Formate HTML, Text, MS Word, Open Document Format und PDF. Ein interessantes Merkmal ist der „Time Slider“. Damit kann man durch alle Bearbeitungsphasen mit allen Veränderungen gleiten.
Die Software kann auf eigenen Servern installiert werden oder man kann kostenfreie Dienste im Netz nutzen. Dabei ist zu beachten, dass jeder, der die Adresse des Dokuments kennt, dieses lesen und bearbeiten kann.
Diese Tabelle – bereitgestellt von eledia.de – stellt anschaulich dar, wozu man welche Funktionen von Moodle 2 benutzen kann. Jede Funktion wird dabei nach den Kriterien